Waldmeisterbowle

Jedes Jahr freue ich mich wieder auf die 2-3 Wochen, in denen ich im Garten den Waldmeister pflücken und Waldmeisterbowle machen kann. Die Saison ist sehr kurz, da man den Waldmeister vor der Blüte ernten muss. Und wenn wie in diesem Jahr im April schon der Sommer Einzug hält, dann wird aus der klassischen Mai-Bowle eine Mitte/Ende April-Bowle. Ich musste schon in die schattigste Ecke des Gartens kriechen – wo der Waldmeister übrigens auch prächtig wächst -, um wenigstens noch heute zum 1. Mai eine Bowle ansetzten zu können. Schließlich will der Wonnemonat gebührend begossen werden (wie gesagt, man muss Feste feiern, wie sie fallen…) und frischer Waldmeister passt dazu bestens mit seinem unvergleichlich frühlingshaften Geschmack, weit weg vom giftgrünen Wackelpeteraroma.
Na, dann zum Wohl, auf einen genussreichen Wonnemonat Mai!

Ach ja, ich habe letzten gelesen, dass man Waldmeister auch einfrieren kann und er dadurch noch an Geschmack gewinnt. Hab ich ‘mal probiert. Ich werde berichten …

Zutaten

1 Sträußchen Waldmeister
1 Flasche Weißwein (junger Riesling oder Grauburgunder haben sich bewährt)
1 Flasche Sekt
ggf. 1 Bio-Zitrone

So geht’s:

1.      Den Waldmeister vorsichtig waschen und trockenschütteln. Als Sträußchen zusammenbinden und luftig für einige Stunden aufhängen.
Info: Der typische Waldmeistergeschmack entwickelt sich erst durch das Welken. Daher muss der Waldmeister erst etwas „abhängen“.

2.     Den Weißwein in eine Kanne mit nicht zu kleiner Öffnung füllen und das angewelkte Sträußchen Waldmeister für eine gute Stunde in den Wein hängen, bitte nur die Blätter, nicht die Schnittstellen der Stiele. Wer’s zitronig mag, legt ein paar Scheiben Zitrone mit in den Wein
Info: Allzu viel länger als eine Stunde sollte der Waldmeister nicht im Wein hängen. Sonst löst sich zu viel Cumarin aus und das macht Kopfschmerzen.

3.     Den Waldmeister und ggf. die Zitronenschalen entfernen.

4.     Den aromatisierten Wein auf die Gläser der Gäste verteilen und mit Sekt aufgießen. Ich mische immer im Verhältnis 1:1. Wem das zu viel Alkohol ist, der nimmt statt Sekt Mineralwasser. Das ergibt eine erfrischende Maischorle

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Eine Antwort auf Waldmeisterbowle

  1. Rike sagt:

    Was riecht das herrlich, so ein Waldmeistersträußchen! Wühli, unsere garteneigene Wühlmaus, hatte sicher nur das Beste im Sinn und wollte einem Meisterkater vorbeugen, als sie uns nur kleine Bestände des Maikrautes übrigließ – wir genießen die Bowle aber gerade deshalb in vollen Zügen!
    Jetzt sind wir gespannt auf die Maimohn-Torte …
    Und dann möchten wir Euch herzlich einladen, uns dabei zu helfen, die Köstlichkeiten zu vertilgen, weil: langsam kneifen die Jeans gewaltig! Also: wann kommt Ihr vorbei?

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