Quarkkäulchen mit Rhabarberkompott

Auch wenn sie ein wirklich üppiges Dessert sind, mit einer Keule haben Quarkkäulchen nichts zu tun. Die Experten sind sich nicht so ganz klar über den Ursprung des Wortes. Es soll etwas mit Kugel zu tun haben, was sich mir zunächst in Anbetracht der platten Form nicht so richtig erschließt. Wenn’s allerdings eher in Richtung kugelig-knuffig geht, dann ist mir alles klar: Erstens fühlt man sich hinterher so und zweitens mag man sie so gern wie eben alles Klein-Kugel-Knuffige.
Quarkkäulchen sind insbesondere im Sächsischen zu Hause und da zu allen Jahreszeiten, gern auch auf dem Weihnachtsmarkt, präsent. An dieser Stelle sei mit Nachdruck dafür geworben, sie weit über Sachsen hinaus in die Speisepläne aufzunehmen, denn sie sind wirklich lecker. Sie schmecken natürlich nicht nur jetzt mit Rhabarberkompott, sondern mit Früchten aller Art oder ganz klassisch mit Rosinen im Teig und Zimtzucker obendrauf.
Wie gesagt, es gibt gar keinen Zusammenhang zu Keulen, aber als Hauptgericht vorneweg plant man lieber nur ein leichtes Süppchen ein …

Zutaten für 4 Erwachsene

Für das Kompott Für die Quarkkäulchen
ca. 800g Rhabarber 1 kg Kartoffeln
50 ml Preiselbeersirup 500g Quark
6 EL Zucker 2 Eier
200ml Wasser 100g Zucker
100g Puderzucker
1 Prise Salz
½ TL geriebene Zitronenschale
3 gehäufte EL Mehl
Öl für die Pfanne

 

Achtung! Teig muss mind. 1 Stunden ruhen.

So geht’s:

  1. Den Rhabarber putzen und in kleine Stücke schneiden.
  2. Mit Sirup, Zucker und Wasser einmal aufkochen und dann abkühlen lassen.
  3. Die Kartoffel gründlich waschen und in der Schale weichkochen, schälen und noch heiß durch eine Kartoffelpresse geben oder sehr fein zerstampfen.
    Achtung! Nicht mit Schneidstab oder im Mixer pürieren. Das ergibt Kleister, aber keine brauchbare Kartoffelmasse.
  4. Auf ein Küchenbrett 2 Lagen Küchenkrepp legen. Darauf den Quark schütten und darüber weitere 2 Lagen Küchenkrepp legen. Den Quark dazwischen ausdrücken. Eventuell noch einmal weitere 2 Lagen Küchenkrepp verwenden. Er soll schön trocken sein. Zur Kartoffelmasse geben.
    Info: Die Methode, den Quark zwischen Küchenkrepp auszudrücken, habe ich einer der letzten Ausgaben von essenundtrinken entnommen. Das klappt wunderbar und ist deutlich kräftesparender, als den Quark im Küchentuch auszuwringen. Der Küchenkrepp saugt die Feuchtigkeit sehr gut auf und wandert dann ohne Tropferei in den Müll. So erspart man sich außerdem die kleine Sauerei mit dem Küchentuch. Sehr empfehlenswert!!
  5. Die Eier mit beiden Sorten Zucker gründlich verrühren und ebenfalls zur Kartoffelmasse geben
  6. Salz, Zitronenschale und Mehl darüber streuen und alles miteinander zu einem Teig verarbeiten. Dessen Konsistenz sollte zwischen sehr dickflüssig und fast fest sein. Mindestens eine Stunde ruhen lassen; dabei wird der Teig noch etwas fester.
  7. Das Öl in der Pfanne erhitzen und pro Käulchen gut einen Esslöffel Teig in die Pfanne geben. Flach drücken. Bei allenfalls mittlerer Hitze langsam auf beiden Seiten goldbraun backen.
  8. Auf diese Weise nach und nach den ganzen Teig abbacken. Die fertigen Quarkkäulchen warmhalten.
  9. Mit Rhabarberkompott servieren.
    Die ganz großen Zuckerfans streuen noch etwas Puderzucker drüber. Das finde ich dann doch zu süß.

 

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Eine Antwort auf Quarkkäulchen mit Rhabarberkompott

  1. Mireille sagt:

    Hallo Gesine!

    Heute gab’s zum Mittag mal Deine Variante von Quarkkäulchen. Es hat allen sehr gut geschmeckt. Sogar mein Mann hat mich mal gelobt( was selten vorkommt).

    Liebe Grüße

    Mireille

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