Buchtipp: “Kleines Lexikon der Küchenirrtümer” von Ludger Fischer

Irren ist menschlich, und an Irrtümern lange festzuhalten, ist offensichtlich noch menschlicher.
Gerade rund um’s Kochen hat sich eine Menge unumstößlicher Regeln angesammelt: Hülsenfrüchte muss man einweichen, Pilze darf man nienichtniemals waschen, Eiweiß mit Eigelb lässt sich nicht aufschlagen, scharfes Anbraten schließt die Poren, Nudeln nur in sprudelnd kochendes Wasser geben … . Alles Küchengesetze, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, bis keiner mehr nachgefragt hat.
Ludger Fischer findet Traditionen grundsätzlich schön und gut, aber sie sollten doch bitte mit angewandter Physik und Chemie im Einklang stehen. So nimmt er sich eine eherne Regel nach der anderen vor und seziert sie ebenso gründlich wie unterhaltsam. Mitunter blieb mir allerdings das Lachen im Halse stecken: ich fühlte mich ertappt! Hätte ich nicht auch geschworen- bei allen Messern, die mir heilig sind -, dass Nudeln unbedingt in gesalzenem Wasser gekocht werden müssen und dass Salz nicht klumpt, wenn einige Reiskörner im Streuer sind ? Tja, von wegen …
Ein Glück, dass ich mir nun aber auch die teure Anschaffung von Kupfertöpfen getrost sparen kann. Bringt nix. Ich kauf’ ich mir lieber noch das zweite Buch ” Noch mehr Küchenirrtümer”. Hab’ ich mehr davon …

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