Grünes Kribbeln in den Fingern

Veilchen Frühling 20132013 wird mein Garten-Jahr! Das ging schon vor einigen Wochen los, als es noch so richtig kalt und ungemütlich war. Da habe ich nämlich zum Geburtstag wunderbare Gartengeschenke bekommen: 2 tolle Bücher (“Bin im Garten” von Susanne Wiborg”; “The Lazy Gardener” von Remo Vetter), eine grandiose Gärtnerseife (vom Geschenkatelier Thomas Berger in Waldachtal) und – der Knaller – einen Gutschein für Hilfe beim Strauchschnitt durch einen Gärtnermeister (nochmals ein ganz großes Dankeschön an alle!). Das alles hat mich so motiviert, dass ich erst einmal ziemlich sauer war, noch wochenlang auf die ersten warmen Tage warten zu müssen. Seit Mitte April gibt es nun kein Halten mehr und das ist auch gut so, denn es gibt viel zu tun.

Als wir vor 13 Jahren anfingen, eine Edeltannen-Fichten-Monokultur in einen Garten umzuwandeln, haben wir sicher schon vieles richtig gemacht, aber einiges hat sich einfach nicht bewährt. Dazu zählen in erster Linie die Rosen. Nach Lehrbuch ist es weder der falsche Standort noch ein ungeeigneter Boden, aber die Rosen und ich werden keine Freunde. Sie haben all meine Bemühungen nie mit üppiger Blüte gedankt, sondern sich stattdessen alle möglichen Krankheiten zugelegt; da half auch das ADR-Siegel nichts. Die Kletter-Rosen an der Pergola sind zuletzt noch dazu übergegangen, ihre Triebe nicht in die Höhe, sondern stur in den Weg wachsen zu lassen, weswegen wir vom Gang zum Komposthaufen meist nicht ohne Blessuren wieder kamen. Jetzt reicht’s mir. Dann eben keine “Königin der Blumen” in unserem offensichtlich unroyalen Garten. Also sind zwei struppige Rosenbeete und ein Laubengang mit 6 Kletterrosen zu sanieren und neu zu gestalten.

Dann wären da noch zwei Vorgartenbeete, mit denen es auch so nicht weitergeht. Jetzt stehen da noch kleine Rhododendren, was zunächst auch eine gute Idee war. Als uns dann aber ein Sturm die ersehnte Gelegenheit gab, endlich auch vor dem Haus die von Schwiegermutter heißgeliebten serbischen Fichten zu verabschieden, wurde aus Halbschatten vollsonnig und das mögen die Büsche ganz offensichtlich nicht. Der Dickmaulrüsselkäfer und die Pilzsporen an den Zikadenbeinen haben leichtes Spiel, und so ist der Anblick derzeit eher mickrig statt üppig. Geht sowieso nicht, im Vorgarten schon gleich gar nicht. Also alles raus, alles neu.

In meinen Kräuterbeeten hatte ich schon im Herbst angefangen, das Ineinandergewucher zu lichten und zu sortieren. Das Werk harrt aber auch noch der Vollendung.

Ja, und dann müssen noch all die Sträucher ausgelichtet werden, die ringsherum den Garten einrahmen. Aber dafür ist ja Hilfe in Sicht, der Termin mit dem Gärtnermeister steht schon.

Mausi Frühling 2013Mausi findet es im Übrigen auch ganz wunderbar, dass wir das Gartenjahr ausgerufen haben. Den Garten allein für sich zu haben, ist ja ganz nett, aber wenn wir dabei sind, macht es mehr Spaß. Da kann man sich hinter einem Busch verstecken und dann beim Vorbeigehen die Katzenminzenanpflanzer erschrecken. Buhu! Oder man legt sich auf die Terasse mit dem Kopf gleich in der Katzenminze drin. Dann ist man auch sofort zur Stelle, sollte etwas Käsekuchen vom Teller fallen, wenn die erschöpften Gärtner Pause machen. Gartenjahr 2013 – warum eigentlich nicht auch 2014, 2015 …

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